Cosmonaughty Party Wien

Wien Gay Guide 2026

Events & Termine in Wien

|  23. Januar 2026
Cosmonaughty: LGBTQ-orientierte Pop-Party mit DJ Mart.i, DJ Shane u.a.
Tickets: 8-12 €
22:00 – 06:00 @ Why Not (Tiefer Graben 22)
|  24. Januar 2026
Wiener Regenbogenball 2026: klassischer Wiener Ball für LGBTs und Freunde.
Nur in festlicher Abendgarderobe.
Tickets: ab 50 €
@ Parkhotel Schönbrunn (Hietzinger Hauptstr. 10-14)
|  31. Januar 2026
Pitbull Party: monatliche schwule Party für Bären und Freunde. Heute mit Gast-DJ Chris Dustin.
Ab 22:00 @ Club Titanic (Theobaldgasse 11)
|  26. Februar – 1. März 2026
Queer Shorts Vienna 2026: internationales queeres Kurzfilm-Festival.
@ Schikaneder
|  29. Mai – 14. Juni 2026
Vienna Pride 2026: mit der traditionellen Regenbogenparade im Zentrum von Wien am Samstag, 13. Juni.
|  3. – 5. Juli 2026
Donauinselfest 2026: riesiges Open-Air-Musikfestival auf der Wiener Donauinsel. Auf mehr als 15 Bühnen treten nationale und internationale Künstler der verschiedensten Musikrichtungen auf.
Eintritt frei.

Queer durch Wien

Im öffentlichen Leben Wiens spielen Schwule schon seit Jahrhunderten eine prominente Rolle. Der vielleicht berühmteste Schwule in der österreichischen Geschichte war Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736), der mit seinem Heer Wien von der türkischen Belagerung befreite und die Osmanen bis auf den Balkan zurückdrängte. Doch nicht nur auf dem Schlachtfeld war Prinz Eugen ausschließlich von Männern umgeben, auch privat pflegte er intimen Umgang mit dem eigenen Geschlecht, was bereits zu seinen Lebzeiten bekannt war. Trotzdem konnte er seine Karriere und seine Machtstellung unter drei verschiedenen Kaisern ausbauen. Auch heute noch sind seine Spuren in Wien allgegenwärtig, zum Beispiel sein berühmtes Sommerpalais, das barocke Schloss Belvedere.

Dem letzten Kaiser, unter dem Prinz Eugen diente, Karl dem VI., wird eine intime Beziehung zu Graf Michael Johann III. Althan nachgesagt, den der verschlossene und verschrobene Monarch als einen der wenigen bei Hofe an sich heranließ. Als Althan 1722 starb, erinnerte sich der trauernde Kaiser daran, dass er ihn ›19 Jahr inniglich gelibt in wahrer Freundschaft‹. Unter Karls Regentschaft blühte Wien auf, die Karlskirche wurde errichtet, Schloss Schönbrunn und die Hofburg wurden ausgebaut und zahlreiche barocke Prunkbauten entstanden.

Kopfschmerzen bereiteten Kaiser Franz Josef nicht nur Regierungsgeschäfte, sondern sicher auch sein schwuler jüngerer Bruder, Erzherzog Ludwig Viktor (1842–1919), von seinen Freunden liebevoll ›Luziwuzi‹ genannt. Luziwuzi war bei Hofe für seine spitze Zunge und seine Fummel allgemein bekannt. Bei einem seiner regelmäßigen Besuche im ›Centralbad‹ (der heutigen Kaiserbründl-Sauna) sorgte er für einen handfesten Skandal, als er von einem Offizier, dem er sich anzüglich genähert hatte, geohrfeigt wurde.

Zu Wiens schwulen Prominenten gehören auch die Architekten des Opernhauses, Eduard van der Nüll (1812–1868) und August Sicard von Sicardsburg (1813–1868). Auch die mit Wien so eng verwobene Musik ist nicht frei von Queerschlägern. Der Komponist Franz Schubert (1797–1828) war dafür bekannt, Frauenkontakte eher zu scheuen. Dafür lebte er über zwei Jahre mit seinem als schwul bekannten Textdichter Johann Baptist Mayrhofer zusammen. Die Zuneigung der beiden schlug sich in mehreren Liedtexten Mayrhofers für Schuberts Kompositionen nieder sowie in einer leider nur Fragment gebliebenen Oper mit dem Titel ›Adrast‹.

Der Mittelpunkt der heutigen schwulen Szene und die meisten ihrer Bars befinden sich entlang der Linken und Rechten Wienzeile.

Zu den jährlichen Höhepunkten und queeren Events in Wien gehören der Regenbogenball im Winter, Vienna Pride mit der Regenbogenparade im Juni und das Ledertreffen Wien in Schwarz im Oktober.

(Dieser Text basiert auf einem Artikel von Robert Kastl.
Die Rechte liegen beim Wiener Tourismusverband.)